3. Multiplikatorenschulung für studentische Flüchtlingshelfer

Gemeinsam gegen Rassismus und Diskriminierung

Das war sie – die Kompetenzschulung für studentische Flüchtlingshelfer 2017! Bereits zum dritten Mal in Folge haben wir die vom Bundesministerium des Innern geförderte Schulung erfolgreich ausgerichtet. Knapp 50 Vertreter*innen von rund 35 Initiativen aus 11 verschiedenen Bundesländern nahmen am 08. Dezember teils lange Weg auf sich, um an der Veranstaltung im Blue Square der Ruhr-Universität Bochum teilzunehmen.

Im Laufe der ganztägigen Schulung erwartete die Teilnehmer*innen ein attraktives Programm, das neben drei praktischen Kompetenzworkshops ausreichend Zeit zum Netzwerken bot. Thematisch stand in diesem Jahr das Thema „Rassismus und Diskriminierung“ im Vordergrund. Das Ziel? Das Empowerment der ehrenamtlichen Helfer*innen

Drei Referent*innen vermittelten den  Teilnehmer*innen als Themenexperten die wichtigsten Kenntnisse und Fertigkeiten.

In diesem Jahr wieder mit dabei waren:

  • Gudrun Galster (Fachanwältin für Ausländer- und Familienrecht) mit dem Thema „Asyl- und Ausländerrecht für Flüchtlingshelfer“.
  • Dr. Sebastian Bartoschek (Gerichtsgutachter und Inhaber des Instituts für Psychologische Dienstleistungen) mit dem Thema „Umgang mit Traumatisierung bei Flüchtlingen“.

Neu begrüßen konnten wir:

  • Marcus Osei (Anti-Rassismus-Trainer beim Anti-Rassismus Informations-Centrum ARIC-NRW e.V.) mit dem (Praxis-)Thema „Strategien und Techniken für den Umgang mit rassistischer Diskriminierung“.

Besonders im Training mit Anti-Rassismus-Trainer Marcus Osei wurde deutlich, dass die Arbeit der studentischen Flüchtlingshelfer noch lange nicht getan ist. Viele der ehrenamtlichen Helfer*innen werden täglich Zeuge rassistischer Diskriminierung oder sehen sich selbst damit konfrontiert. Diese Erfahrungen teilten die Teilnehmer*innen untereinander und erarbeiteten Strategien und Techniken, um souverän reagieren und  weiterhin ihren so wichtigen Beitrag zur Flüchtlingshilfe leisten zu können.

Ergänzend zur Schulung hat die UNICUM Stiftung ein gedrucktes Themenspezial „Studentische Flüchtlingshilfe“ herausgebracht. Dieses findet ihr als Beihefter in der aktuellen Ausgabe des UNICUM Magazins (07/2017).

Mehr über die Inhalte und den Ablauf der Schulung lest ihr im ausführlichen Veranstaltungsbericht zur Multiplikatorenschulung 2017 auf uniucum.de.

Nachbericht zum Wochenendseminar „Schlüsselkompetenz Kommunikation 2017“

Authentisch kommunizieren im Job und im Bewerbungsgespräch  

Knapp 30 Teilnehmer/innen durfte die UNICUM Stiftung am 03. November 2017 zum  Wochenendseminar “Schlüsselkompetenz Kommunikation 2017” in der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit begrüßen. Angehende Abiturienten, Studierende und junge Absolventen reisten aus ganz Deutschland zum Workshop nach Gummersbach an. Der Ertrag des Wochenendes: verlässliche Kommunikationstechniken fürs berufliche Umfeld, spannende Einblicke in politische Kommunikationsstrukturen sowie die Stärkung der Marke Ich,  gute Gespräche und mehr.

Lisa Roth: Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun – kompakt

Authentisch kommunizieren und dabei gleichzeitig sachlich und professionell bleiben, auch wenn ein schwieriges Gespräch mit der Geschäftsleitung, dem Kollegen oder einer guten Freundin ansteht: Geht das? Klar, das geht! Wie man sich auf solche Gespräche vorbereiten kann, erklärte Lisa Roth vom Schulz von Thun-Institut für Kommunikation im Wochenendseminar „Schlüsselkompetenz Kommunikation 2017“.

In ihrem Slot brachte die Kommunikationstrainerin den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedene Kommunikationsmodelle nahe. Eines davon ist etwa das Kommunikationsquadrat, entwickelt vom berühmten Hamburger Kommunikationspsychologen Professor Friedemann Schulz von Thun: Hier geht es um die vier Seiten einer Nachricht und darum, wie man die Botschaft einerseits senden und andererseits als Empfänger aufnehmen kann. Damit auch sofort nachvollziehbar wurde, wie das Modell denn nun ganz praktisch in einem Gespräch zur Anwendung kommen kann, spickte Trainerin Lisa Roth ihre Erklärungen mit zahlreichen praktischen Übungen.

Außerdem lernten die Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer, was konkret bei einer respektvollen Konfrontation – etwa im Feedback-Gespräch mit den Vorgesetzten – zu beachten ist. Wie stellt man sich für so eine Situation innerlich gut auf? Wie geht man souverän mit Kritik um? Und wie schafft man es außerdem, auch die eigenen Wünsche so zu äußern, dass sie ernstgenommen werden?

Wer die Handlungsweisen, die Werte und unterschiedlichen Prinzipien seines Gegenübers erkennt und einordnen kann, der kann auch zielführender kommunizieren. Missverständnisse werden vermieden und ein Problem kann adressiert werden, bevor es überhaupt zu einem Problem werden kann.

Abgerundet wurde der Block der Kommunikationstrainerin Lisa Roth mit der Vergabe eines bewerbungsrelevanten Zertifikats des Schulz von Thun Instituts für die Bewerbungsunterlagen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Klaus Füßmann: Politik als Beruf und Berufung – die Rolle der Kommunikation

In seinem Vortrag erläuterte Klaus Füßmann, Leiter der Theodor-Heuss-Akademie, welche Feinheiten es in der politischen Kommunikation zu beachten gibt. Füßmann hat selbst fünfmal für den Bundestag kandidiert, zuletzt in diesem Jahr – entsprechend groß ist sein Sachverstand. Er erklärte politische, kommunikative Strukturen wie „Negative Campaigning“ oder auch Phänomene wie „Lifestyle-Wahlkampf“ anhand des zurückliegenden Bundestagswahlkampfes. Im zweiten Teil bot Klaus Füßmann einen Überblick, wie ein Berufseinstieg in die Politik gelingen kann.

Annette Dernick: Erfolgreich zum neuen Job – wie Sie Ihren Traumjob bekommen

Abgerundet wurde der Wochenendworkshop schließlich durch die Arbeit mit Annette Dernick, die seit über 20 Jahren Unternehmen und Institutionen als Coach und Dozentin in den Bereichen Kommunikation, Führung und Projektmanagement unterstützt. Hier war vor allem die Frage von Interesse, wie man die Marke „Ich“ zunächst entwerfen und schließlich auch ganz zielgerichtet stärken kann. Um seinen ganz persönlichen Traumjob zu kommen, ist es nämlich zunächst unabdingbar, sich seiner Stärken bewusst zu werden: Was kann ich? Was will ich? Und wie kann ich das erreichen?

Abgesehen von der intensiven Arbeit, die abwechselnd im Plenum und in Kleingruppen stattfand, blieb reichlich Zeit für lockeren Austausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und mit den Referentinnen und Referenten. Gelegenheit dazu bestand nicht nur bei den gemeinsamen Mahlzeiten, sondern auch, ganz entspannt und in lockerer Atmosphäre, bei dem ein oder anderen kühlen Getränk in der hauseigenen „Heuss Bar“ der Theodor-Heuss-Akademie. Schließlich sind allerlei Modelle und Theorien zur Kommunikation zwar wertvoll, letztlich gilt dann aber doch: Einfach machen!

Aktuelle Informationen über dieses und weitere Angebote der UNICUM Stiftung findet ihr auf der UNICUM Stiftung Veranstaltungsseite.

UNICUM Stiftung Logo

Logo Theodor-Heuss-Akademie

Must-haves für Journalisten von heute und morgen

So lief das 3. Wochenendseminar „Innovativer Journalismus“

Mit Must-have-Qualifikationen für Journalisten von heute und morgen überzeugte das Wochenendseminar „Innovativer Journalismus“ (Gummersbach, 27.-29. Januar 2017) knapp 40 Teilnehmer/innen aus ganz Deutschland. Die Kooperationsveranstaltung der UNICUM Stiftung und der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung hat sich bei ihrer dritten Auflage als feste Adresse für angehende Journalist/innen etabliert – wie gewohnt mit einem Mix aus spannenden Experten-Workshops und entspanntem Austausch am offenen Kamin.

Phil Wennker, „Schreiben für Menschen und Maschinen“

Dozent Phil Wennker (Inhaber der Agenturen SEO heads und dataheads, Google Partner, Dozent an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation) führte in Teil 1 seines Workshops in die technischen Grundlagen von Suchmaschinen ein und vermittelte das SEO 1×1 für mehr Sichtbarkeit im Netz. Beides wird immer voraussetzungsreicher: So verändert die exponentiell zunehmende Sprachsuche die Anforderungen an suchmaschinenoptimiertes Schreiben. Und wehe dem, der sich mit SEO-Manipulationen die Google Penalties „Panda“ und „Penguin“ einhandelt. Weiter ging es mit Content-Seeding und persönlicher Markenbildung in den Social Networks – es müssen dabei nicht immer Facebook, Twitter und Instagram sein, das Angebot an Special-Interest-Netzwerken wächst stetig.

Mit „Monetarisierung und Erfolgskontrolle“ warteten in Teil 2 des Workshops ökonomische Pflichtthemen, an denen auch Idealisten nicht vorbeikommen. Wie und wo Journalisten im Netz mit eigenen Texten Geld verdienen können? Etablierte Modelle wie Affiliate Marketing können für Blogger eine gute Wahl sein, zu einer veritablen Goldgrube mausern sich aktuell als E-Book aufbereitete Themen-Dossiers. Phil Wennker schloss seinen Workshop mit spannenden Einblicken in Digital Analytics zur datengestützten Optimierung von Blog und Website – ein Muss für alle, die dem digitalen Blindflug entgehen wollen. Fürs persönliche Portfolio der Teilnehmer/innnen gab es bewerbungsrelevante Zertifikate.

Mark Heywinkel, „Trends im digitalen Journalismus“

ze.tt-Redakteur und Top 30 bis 30-Journalist Mark Heywinkel eröffnete mit einem kurzweiligen Überblick über das, was die Branche gerade bewegt: Unbundling, Paywalls, Distributed Content und Homeless Media sind Schlagwörter der schönen neuen Medienwelt, die ihre Schockstarre überwunden hat. In Individual- und Kleingruppenarbeit ging’s für die Teilnehmer/innen anschließend an eigene Storytelling-Experimente. Via Datawrapper entstanden Beispiele für zeitgemäßen, nett anzuschauenden Datenjournalismus, mit Playbuzz bauten die Gruppen bei bester Laune Quizze. Essenz: Die Produktion von interaktivem, gut laufendendem Content ist im Netz niederschwellig und macht auch Publishern Spaß.

Weitere Erkenntnisse: 360 Grad-Aufnahmen, Video-Essays und Live-Videos gehen in den Social Networks durch die Decke – Journalist/innen von heute und morgen tun also gut daran, Bewegtbild-Kompetenz zu erwerben. Welches Unwesen Chatbots in nächster Zeit treiben werden? Im Verlaufe des Jahres werden wir schlauer sein.

Und sonst: CMS, Kaminabend und Bar-Gespräche

Was gab es sonst noch? Eine hilfreiche Einführung in die Content-Management-Systeme Drupal, WordPress und Typo 3 von Barbara Kotzulla, Head of Digital Content bei UNICUM. Eine leidenschaftliche Debatte vor dem offenen Kamin zur Frage, ob Qualitätsjournalismus in seiner klassischen Form noch stattfinde und lebensfähig sei und was es in der heutigen Zeit überhaupt bedeute, „guten Journalismus“ zu machen. Zeit für Networking und Austausch an der Akademie-Bar. Die Chance, dem Plenum eigene journalistische Projekte vorzustellen. Hervorragendes Essen und die einmalige Atmosphäre der Theodor-Heuss-Akademie. Zufriedene Gesichter und damit das feste Vorhaben, 2018 zur dann vierten Auflage „Innovativer Journalismus“ in die Gummersbacher Theodor-Heuss-Akademie zurückzukehren.

Ein Dankeschön geht auch an CSR Jobs: Die Gewinnspiel-Aktion der führenden Business-Plattform für soziales und gesellschaftliches Engagement in Deutschland bescherte einer Nachwuchsjournalistin die kostenlose Teilnahme am Wochenendseminar.

UNICUM Stiftung klein
Logo Theodor-Heuss-Akademie

2. Multiplikatorenschulung für studentische Flüchtlingshelfer

Knapp 60 Ehrenamtler zu Gast in Bochum

Die 2. Multiplikatorenschulung für studentische Flüchtlingshelfer im Blue Square der Ruhr-Universität Bochum ist Geschichte. Die Erfolgsbilanz des 09. Dezember 2016: knapp 60 Teilnehmer aus zehn Bundesländern, mehr als 30 vertretene Hochschul-Initiativen, vier spannende Workshops und eine Menge guter Gespräche.

Veranstaltet von der UNICUM Stiftung und gefördert vom Bundesministerium des Inneren (BMI), bot die ganztägige Schulung eine Mischung aus nützlichen Kompetenzworkshops und entspanntem Netzwerken. Die vier Dozenten des Tages vermittelten den fast ausnahmslos ehrenamtlichen Helfern professionelles Rüstzeug für ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit.

Im Einzelnen:

  • Maria Bongers (Dipl.-Sozialarbeiterin beim Sozialdienst katholischer Frauen Recklinghausen e.V.) mit dem Thema „Strukturen und Netzwerke in der Flüchtlingsarbeit“.
  • Gudrun Galster (Fachanwältin für Ausländer- und Familienrecht) mit dem Thema „Asyl- und Ausländerrecht für Flüchtlingshelfer“.
  • Dr. Sebastian Bartoschek (Gerichtsgutachter und Inhaber des Instituts für Psychologische Dienstleistungen) mit dem Thema „Selbstschutz, Selbsthilfe und Ausgleich für studentische Flüchtlingshelfer“.
  • Ayşe Balyemez (Leiterin des Zentrums für interkulturelle Erziehungshilfen Bochum bei PLANB Ruhr) und Dr. Sebastian Bartoschek mit dem Thema „Umgang mit emotional belastenden Erlebnissen und Strukturen in der Flüchtlingsarbeit“.

Ein besonderer Fokus lag in diesem Jahr auf den Helferinnen und Helfern und ihrem auch emotional herausfordernden Engagement. Die Grundgedanken: Das beste Geben, ohne  dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Rote Linien der individuellen Belastbarkeit ziehen und einhalten. Ggf. den Mut haben, „es nicht immer weiter aushalten zu müssen“. – Gedanken, die  in einer von großem wechselseitigen Vertrauen und Respekt geprägten Atmosphäre vertief wurden.

Im Rahmen der Multiplikatorenschulung präsentierte die Stiftung auch ihr vom BMI gefördertes Netzwerk-Projekt: Ein Online-Verzeichnis, das mittelfristig alle studentischen Flüchtlingshilfe-Initiativen in Deutschland erfassen soll und unter www.studentische-fluechtlingshilfe.de erreichbar ist.

Es folgt eine Bildergalerie, einen ausführlichen Veranstaltungsbericht gibt’s auf unicum.de.

 

 

Mit stimmiger Kommunikation fit für Bewerbung und Jobeinstieg

So lief das Wochenendseminar von UNICUM Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung

Mit 35 Teilnehmer/innen war die erste Ausgabe des Wochendseminars “Schlüsselkompetenz Kommunikation” ausgebucht. Aus ganz Deutschland reisten Studierende und junge Absolventen zum Kooperationsseminar von UNICUM Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung an – Zielort: das Commundo Tagungshotel in Neuss. Die Ausbeute des Wochenendes: verlässliche Kommunikationstechniken fürs berufliche Umfeld, spannende Einblicke in die Kommunikation einer Landesregierung und die Anforderungen an Führungskräfte, gute Gespräche und mehr.

Lisa Roth: Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun – kompakt

Lisa Roth vom Schulz von Thun-Institut für Kommunikation begeisterte mit ihrem Workshop “Kommunikationspsychologie nach Schulz von Thun – kompakt”. Die Teilnehmer/innen lernten, in der Beziehung mit anderen das ganze Spektrum von Kommunikation einzusetzen und auch in herausfordernden Situationen stimmig zu kommunizieren. Ein Auszug wichtiger Lerneffekte:

  • Wer variabel mit vier Ohren hört und mit vier Schnäbeln spricht, kann jedes Gespräch angemessen führen und strategisch geschickt lenken.
  • Man muss sich im Job nicht alles bieten lassen – die respektvolle Konfrontation kann erlernt werden.
  • Innere Zerrissenheit hat durchaus Vorteile: Wer aus den vielen Stimmen ein variabel agierendes “inneres Team” formt, ist für jede Herausforderung aufgestellt. Warum nicht mal den eigenen Grenzwächter ins Gespräch schicken, wenn uns permanenter Altruismus überfordert?
  • Wer die unterschiedlichen Prinzipien, Haltungen und Werte von Gesprächspartnern erkennt und berücksichtigt, wird wesentlich zielführender kommunizieren und eine Menge Missverständnisse vermeiden.

Zum Abschluss des Workshops gab’s für die Teilnehmer/innen ein Zertifikat fürs eigene Bewerbungsportfolio.

Thorsten Klein: Kommunikationsmanagement am Beispiel der saarländischen Regierung

Wie man als Regierungssprecher des Saarlandes erfolgreich zwischen Politik und Öffentlichkeit vermittelt? Thorsten Klein ließ tief in seinen 24/7-Job blicken – von interner und externer Kommunikation über Kampagnenplanung und Pressekonferenzen hin zu Ghostwriting und Social Media-Management. In einer Zeit, in der jeder zum Sender werden kann und schrille Minderheitsmeinungen in der Öffentlichkeit schnell als scheinbare Mehrheitsmeinungen wirken, ist das keine einfache Aufgabe. Antworten gab es auch auf die Frage, was man mitbringen muss, um zum Chef-Kommunikator einer Landesregierung aufzusteigen.

Birgitt Ullendahl: Kommunikation im Bewerbungsprozess

Best-Practice-Tipps für Bewerber vermittelte Birgitt Ullendahl, Assistentin des Konzern-Personalmanagements der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper und selbstständige Bewerbungstrainerin für Berufseinsteiger. Die Essenz: Wer mit einer durchdachten Strategie den Bewerbungsprozess in Angriff nimmt und den Wert der eigenen Marke im Blick hat, ist gut gerüstet.

Dr. Justus Bobke: Führung und gesellschaftliche Verantwortung

Das Seminar endete mit zwei inspirierenden Slots zu den Themen “Persönlichkeit und Führung” bzw. “Persönlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung”. Dr. Justus Bobke, der beim Beratungsunternehmen bobke+marke für Markenentwicklung und Führungskräftetrainings zuständig ist, diskutierte gemeinsam mit den Teilnehmer/innen u.a. folgende Fragen: Welche Persönlichkeitseigenschaften taugen für welche Art Führungsrolle? Was sind die Anforderungen an Führungskräfte von morgen? Welcher Führungsinstrumente kann man sich bedienen? (Wie) passen Leadership und gesellschaftliche Verantwortung in Theorie und Praxis zusammen?

Jenseits der intensiven, kurzweiligen Workshops blieb Zeit für persönliche Gespräche und vorausschauendes Networking. Eine zweite Ausgabe “Schlüsselkompetenz Kommunikation” ist fest eingeplant!

Das nächste Seminar findet vom 03. November – 05. November 2017 statt. Die Anmeldungen für das Seminar sind ab sofort freigeschaltet.

UNICUM Stiftung Logo

Logo Konrad Adenauer Stiftung

„Online-Journalismus“: Ausgebuchter Start für Tagesseminare

In der Maximalbesetzung von 15 angehenden Journalistinnen und Journalisten eröffnete die UNICUM Stiftung am 21. April ihre 2016er Tagesseminare „Online-Journalismus: Schreiben im digitalen Zeitalter“. Bis nach Augsburg reichte der Anreise-Radius der jungen Content-Schaffenden – Lohn der Reisestrapazen waren verlässliche Erkenntnisse zu Suchmaschinenoptimierung, Online-PR und zielgruppenspezifischem Texten.

SEO-Experte Phil Wennker navigierte die Teilnehmer wie gewohnt virtuos durch die Geheimnisse von Google und Co. Good news am Ende des SEO-Blocks: Suchmaschinenoptimierung ist auch für Nicht-Techniker machbar! Und: Wer als angehender Journalist SEO-Know-how einbringen kann, hebt sich in der digitalen Diaspora Deutschland weiterhin von vielen Mitbewerbern ab. Es folgte ein inspirierender Block zum Marketing-Potenzial von Social Media um Facebook, Twitter und Instagram. Unter der Anleitung von Barbara Kotzulla, Head of Digital Content bei UNICUM, war dann Praxisarbeit gefragt: von der zielgruppenspezifischen Keyword-Recherche mit dem AdWord-Planner bis zum SEO-tauglichen Kurztext.

Zum Abschluss des Tagesseminars erhielt jede/r der 15 Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten ein bewerbungsrelevantes Zertifikat. Im Reisegepäck waren auch erste Themenideen für eigene Textbeiträge zur Veröffentlichung auf unicum.de und abi.unicum.de.

Anmeldungen für die kommenden Tagesseminare sind im Veranstaltungskalender möglich, nächster Termin ist der 24. Juni. Informiert euch auch über unser Publikationsangebot für eigene Text-, Foto- und Videobeiträge.

Inspirierendes Wochenende für 40 angehende Journalisten

Das zweite Wochenendseminar „Innovativer Journalismus“ hielt, was es versprach: 40 angehende Journalisten aus ganz Deutschland sammelten vom 15. bis 17. Januar in der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung, zugleich Seminar-Kooperationspartner der UNICUM Stiftung, Wissen und Inspiration für guten Online-Journalismus. Wie im Vorjahr überzeugte der Mix aus zertifiziertem Kompetenztraining, frischen Content-Experimenten und lockerem Austausch.

Phil Wennker: SEO, Markenbildung und Erfolgskontrolle

Phil Wennker (Inhaber der Agentur SEO Heads, Dozent an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation und renommierter Speaker auf SEO-Konferenzen) führte mit dem Workshop „Schreiben für Menschen und Maschinen“ in die Geheimnisse von SEO ein und zeigte Wege für eine erfolgreiche Selbstvermarktung im Netz auf. Wennkers Botschaften: (1.) Gute Texte finden ihre Leser, wenn der Autor die Mechanismen des Internets kennt und beachtet. (2.) Der clevere Nachwuchsjournalist nutzt Social Media, um sich als thematische Autorität zu positionieren. In Teil zwei des Workshops lernten die Teilnehmer, wie man mit eigenen Texten Geld verdienen kann und warum es sich lohnt, mit Analysetools den Erfolg seines journalistischen Wirkens zu messen. Phil Wennker schloss mit einer Verleihung bewerbungsrelevanter Zertifikate über die von ihm vermittelten Inhalte.

Mark Heywinkel: Storytelling für fortschrittliche Journalisten

Unter Anleitung von Mark Heywinkel (Redakteur bei ze.tt und Redaktionsleiter von vocer.org) waren die 40 Nachwuchsjournalisten am Samstagnachmittag als experimentierfreudige Storyteller gefragt. Dem Workshop-Titel „Der neue Journalismus“ entsprechend, erprobten sich die Teilnehmer in angesagten Online-Tools: Datenjournalismus mit Infogram, Kuratieren von Social Media-Content mit Storify, Quizze bauen mit Playbuzz – die Ergebnisse der Gruppenarbeit demonstrierten, dass die junge Journalistengarde zeitgemäßen, lebensfähigen Journalismus leisten kann. Im Übrigen lockte der eine oder andere Tipp des Dozenten, wie man ein „Top 30 bis 30″-Journalist wird – Heywinkel selbst schaffte es 2014 in das bedeutende Ranking des Medium Magazins.

Publikationsangebot: Futter fürs persönliche Portfolio

Im Zeichen von Austausch und Networking standen die Abende, die vor dem offenen Kamin begannen, um sich allmählich an die hauseigene Bar zu verlagern. Die Winterlandschaft sorgte dabei für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Große Resonanz fand bei den Teilnehmern das Angebot, mit Texten für die reichweitenstarken Portale unicum.de und abi.unicum.de das persönliche journalistische Portfolio aufzuwerten.

Für Januar 2017 ist eine dritte Auflage des Seminars „Innovativer Journalismus“ fest eingeplant.

„Studentische Flüchtlingshilfe in Deutschland“: Konferenz im Zeichen von Networking und Weiterbildung

Die Konferenz „Studentische Flüchtlingshilfe in Deutschland“ war ein voller Erfolg: Auf Einladung der UNICUM Stiftung kamen am 11. Dezember im Blue Square der Ruhr-Universität Bochum 45 Ehrenämtler aus über 20 studentischen Flüchtlingshilfe-Initiativen des gesamten Bundesgebiets zusammen – sie erlebten einen ebenso lehrreichen wie inspirierenden Tag.

Im Zeichen von Weiterbildung und Networking hatte die UNICUM Stiftung in Zusammenarbeit mit der Studentischen Flüchtlingshilfe der Ruhr-Universität Bochum ein vielfältiges Programm rund um die alltäglichen Herausforderungen der ehrenamtlichen Helfer vorbereitet. Als roter Faden führten Experten-Vorträge durch die Konferenz: Rechtsanwältin Gudrun Galster, Sozialarbeiterin Ayse Balyemez und Psychologe Dr. Sebastian Bartoschek vermittelten den Teilnehmern wertvolles Praxiswissen zu den Themen Asyl- und Ausländerrecht, interkulturelle Flüchtlingsarbeit und dem Umgang mit traumatisierten Menschen.

Die Referenten ließen viel Raum für Fragen aus dem Plenum – und Fragen gab es reichlich, die ehrenamtlichen Helfer brannten spürbar für ihre Hochschulprojekte. In der Zusammenschau aller Initiativen eröffnete sich das hoffnungsvolle Bild eines äußerst differenzierten und agilen Engagements der studentischen Flüchtlingshilfe in Deutschland. Zeit fürs Vernetzen bot neben den Pausenblöcken das gemeinschaftliche Abendessen im Bochumer Bermudadreieck.

Mit der Konferenz hat die UNICUM Stiftung ihr bundesweites Projekt zur Förderung der studentischen Flüchtlingshilfe erfolgreich lanciert. Ziel ist es, den ehrenamtlichen Helfern Anerkennung, Erfahrungsaustausch und fachliches Wissen zu bieten. Dank gebührt an dieser Stelle den zahlreichen Spenderinnen und Spender: Ihre großzügige Unterstützung ermöglichte allen studentischen Flüchtlingshelfern eine kostenlose Teilnahme an der Pilot-Konferenz.

Es folgt eine Bilder-Galerie, einen ausführlichen Veranstaltungsbericht lesen Sie auf unicum.de.

Premiere für journalistische Tagesworkshops

Schreiben im digitalen Zeitalter: UNICUM Stiftung gibt Nachwuchsjournalisten Intensivschulung

Am 23. April 2015 richtete die UNICUM Stiftung in ihren Bochumer Räumlichkeiten den ersten Tagesworkshop für angehende Journalisten aus. Das Konzept „kleiner Teilnehmerkreis, großer Lernerfolg“ ging voll auf: Neun Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten nutzen die ideale Betreuungssituation mit zwei Fach-Dozenten, um das Thema Online-Journalismus: Schreiben im digitalen Zeitalter gründlich zu bearbeiten.

SEO-Experte Phil Wennker (Inhaber der Agentur SEO Heads, Dozent an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation und renommierter Speaker auf SEO-Konferenzen) ließ im ersten Inhaltsblock tief in die Geheimnisse der Suchmaschinenoptimierung blicken. Sowohl bisher ungeübte Teilnehmer als auch ambitionierte Autodidakten kamen auf ihre Kosten. Nach dem gemeinsamen Mittagessen setzten die angehenden Journalisten das theoretische Rüstzeug am eigenen Laptop in die Praxis um: Unter Anleitung von Barbara Kotzulla, Head of Digital Content bei UNICUM, entstanden SEO-optimierte Beiträge – anschließende Redaktionskritik inklusive.

Am Ende eines lernintensiven Tages mit vielfältigen Best-Practice-Erkenntnissen lautete die Bilanz: Gute (Online-)Texte finden auch im digitalen Zeitalter ihre Leser, wenn der Autor bestimmte Spielregeln des Webs beherzigt. Dass die neun Nachwuchsjournalisten mit der Teilnahme am Tagesworkshop hierfür beste Voraussetzungen geschaffen haben, bescheinigte ihnen Phil Wennker in einem bewerbungsrelevanten SEO-Zertifikat.

SEO und Storytelling für Nachwuchsjournalisten

Wochenendseminar der UNICUM Stiftung: Innovativer Journalismus mit Phil Wennker und Marc Heywinkel

Vom 16.-18. Januar 2015 fand im Rahmen der journalistischen Nachwuchsförderung das erste Wochenendeseminar der UNICUM Stiftung statt. Unser Thema: Wie man mit SEO, kreativem Storytelling, Google Analytics und Co. innovativen Journalismus macht. Unser Tagungsort: Die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach. Die gut 50 Seminarplätze waren innerhalb kürzester Zeit vergeben, die Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland.

Dass Innovationen der beste Weg aus einer Krise sein können, ist bekannt. Der krisengeschüttelte Journalismus tut insofern gut daran, allmählich am Innovationsrad zu drehen. Wie man als Nachwuchstalent den State of the Art des Online-Journalismus für eigene Projekte nutzt, vermittelten wir mehr als 50 angehenden Medienmachern. Neben der gesamten UNICUM Redaktion führten als externe Referenten Phil Wennker (Inhaber der Agentur SEO Heads und Dozent an der Westdeutschen Akademie für Kommunikation) und Marc Heywinkel (Redaktionsleiter des journalistischen Think-Tanks Vocer) durch das Wochende.

SEO und Web Analytics: Pflichtprogramm für guten Online Content

Wer als Journalist/in Online Content produziert, kann sich dem Diktat der Suchmaschinen nicht entziehen, sofern er oder sie denn Leser erreichen möchte; exzellente Beiträge, die die SEO-Spielregeln außer acht lassen, bleiben mitunter unsichtbar. Phil Wennker führte folglich in die Geheiminsse der Suchmaschinenoptimierung ein. Lektion 1: Kein Geheimnis, sondern ein hartnäckiger Mythos ist der scheinbare Ranking-Faktor „Keyworddichte“. Worauf es tatsächlich ankommt? Der Experte entfaltete kleinschrittig das derzeitige SEO-Einmaleins für einen reichweitenstarken journalistischen Beitrag, von der zielgruppengerechten Keyword-Rechreche über die inhaltliche und strukturelle Gestaltung hin zu den Meta-Informationen.

Auch eine professionelle Erfolgsanalyse der eigenen Arbeit lohnt. Warum beim eigenen Blog nicht einfach nachbessern, wenn die Performance hakt? Das Netz bietet Analytic-Tools, die unter anderem Besucherströme auf eine Website erfassen, das Klickverhalten der User aufschlüsseln, Trafficquellen identifizieren. Damit legen sie Schwächen im Seitengerüst offen, entlarven unattraktive Beiträge durch entprechend hohe Absprungraten – das kann den eitlen Schreiber treffen, ist aber effektiv. Phil Wennker vermittelte den Teilnehmern breit gefächertes Know-how, um künftig nichts mehr dem Zufall zu überlassen.

Storytelling mit Buzzfeed, Storify und Co.

Die junge Journalisten-Garde wagt seit einigen Jahren den Blick über den Tellerrand etablierter Regeln: Neue Plattformen werden erschlossen, kreative Darstellungsformate des Storytelling kommen zum Einsatz. Die Innovationen im Großen und Kleinen eint der Ansatz, Leser über digitale Kanäle in die eigene Arbeit einzubeziehen – mit Erfolg. Marc Heywinkel steht mit seinem Think-Tank Vocer für innovative Pfade im Online-Journalismus, 2014 wurde er vom Medium Magazin unter die „Top 30 bis 30“-Journalisten des Jahres gewählt. In Gummersbach gab er seine Erfahrungen weiter: Welche Dienste und Tools versprechen einen erfolgreichen Autor-Leser-Dialog? Wie bewegt man sich als Journalist in den Social Media? Was bedeutet der Gestaltwandel des Journalismus für den Erwartungshorizont, dem angehende Journalisten in den Redaktionen begegnen werden?

Die Teilnnehmer münzten das Erlernte sogleich in die Praxis um, produzierten multimediale Geschichten via Storehouse, schalteten auf Storify Liveticker, führten Google-Hangout-Interviews – das Resultat: Online-Journalismus in seiner lebendigsten Form:

Eine nüchterne Erkenntnis in puncto Social Media: Jeder muss für sich selbst entscheiden, inwieweit er die professionelle von der privaten Identität trennt und auf wie vielen Kanälen er präsent ist. Vernachlässigen, so der Experte, sollte man die sozialen Netzwerke nicht: Hier tummeln sich die Leser.

Berufliche Perspektiven im Fokus

Ausreichend Zeit bot das Wochendseminar für entspanntes Netzwerken und offene Gespräche. Beim Kaminabend wurden berufliche Biografien greifbar, diskutierte das Plenum kritisch, was es in der heutigen Zeit bedeutet, als junger Mensch in die Medien zu gehen. Die ideelle Bilanz eines arbeitsintensiven Wochenendes: Es lohnt sich, auf einen Journalismus zu setzen, der neue Wege einschlägt, und als Nachwuchstalent diesen Innovationsprozess aktiv mitzugestalten.